Wie ich zum Schreiben gekommen bin

Irgendwann vor ca. 15 Jahren nach einer für mich intensiv erlebten Situation, die ich durchlebte, überkam mich der tiefe Wunsch, diese niederzuschreiben. Ich hatte das starke Bedürfnis, dies auf eine poetische Weise, in Form von Gedichten zu versuchen. Es entstand das erste Gedicht von mir mit dem Titel „ Etwas Glück „. In Form  von Gedichten schaffte ich es plötzlich, viele meiner Gefühle, die tief in meinem Innersten vorhanden waren, meine Erfahrungen, Schmerzen, Enttäuschungen usw. auszudrücken und zu verarbeiten. Sie wurden für mich so etwas wie eine Autobiographie. Die meisten Gedichte davon schrieb ich nach dem Tod meiner Frau vor 10 Jahren, nachdem ich es in Freiburg, wo wir zusammen gelebt hatten, nicht länger dort, wo mich alles ständig an sie erinnerte, ertragen konnte. Ich flüchtete sozusagen nach Gran Canaria und lebte dort 6 Jahre. Bis mich eine schlimme Lungenerkrankung dazu zwang, nach  Deutschland zurück zu kehren, wodurch ich schließlich im Allgäu landete, und jetzt auch noch lebe.

Am Anfang hatte ich sehr große Schwierigkeiten damit, meine Gedichte auch anderen Menschen vorzutragen. Es fühle sich für mich so an, als würde ich mich in diesem Moment seelisch entkleiden, mein Intimstes preiszugeben. Nach und nach gelang mir dies aber doch immer mehr. Erst bei Freunden, dann später auch bei mir fremden Menschen. Ich saß zum Beispiel  in dieser Zeit auf Gran Canaria zusammen mit meinem Hund, der für mich eine besondere Rolle in meinem Leben spielt , da ich ihn dort im Alter von 3 Wochen in einer Mülltonne fand und wir uns sozusagen gegenseitig das Leben retteten, auf einem belebten Platz. ( manchmal denke ich , meine Frau würde in meinem Baby  „ Blümchen „ meinem Hund, weiterleben. Blümchen war der Spitzname meiner Frau ).  Dort stellte ich Lichter und Hundefiguren auf. Dann verschenkte ich außerdem noch  allmählich auch meine Gedichte oder trug sie vor. Die Rückmeldung der Menschen, denen ich diese anvertraute, war überwiegend positiv. Viele sagten mir, ich hätte die Begabung dazu,  in meinen Gedichten Gefühle ausdrücken, die sie auch empfinden, aber nicht so ausdrücken könnten. Oft kam es vor, das man mir sagte, sie hätten beim lesen oder vortragen ein kribbeln oder Gänsehaut gehabt. Sie baten mich, den Versuch zu machen, diese zu veröffentlichen, da ich bestimmt vielen anderen Menschen auch eine Freude machen könnte und ihnen  damit eine Hilfe sein könnte, ihre eigenen Gefühle zu verarbeiten. Auch find ich, das in unserer Zeit immer weniger Menschen den  Mut finden, über ihre Gefühle offen zu sprechen bzw. offen damit umzugehen. Vielleicht liegt darin auch ein wenig  mit der Wert meiner Gedichte und macht sie zu Gedichten der besonderen Art.

Einige meiner Freund nannten mich übrigens  „den, kleinen  Charles Bukowski „ , was bei meiner Lebensgeschichte nicht gerade so sehr  verwunderlich ist.

 

 

 

 

 

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